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  Ein paar wichtige Daten aus der Chronik unseres Schlosses

1423 erstmalige Benennung des Rittergutes als Besitz des Leuthold von Luttitz, Amtshauptmann von Hohnstein genannt
1564 erwarb Georg von Wehse das Haus zu Burkersdorf
1611 am 04.04. war die Grundsteinlegung für das neue Wohnhaus, das Anwesen verblieb dann lange Zeit im Familienbesitz der von Wehse
1749 Umbau, ein neuer Treppenturm mit einer Höhe von 35 m wird errichtet
1870 erwarb der Freiherr von Stieglitz das Rittergut mit Schloss und nutzte es als Jagdresidenz
1906 besuchte König Friedrich August mit großem Gefolge das Schloss Burkersdorf
1925 wurde das gesamte Anwesen an die Landesversicherung Sachsen verkauft, welche nach großen baulichen Veränderungen ein Altersheim errichtete
1937 wird dann das Schloss als Erholungsheim genutzt
1949 wurde es der Tbc-Heilstätte Hohwald als Außenstelle zugeordnet
1966 zieht das Alters- und Pflegeheim ein, Eigentümer ist der "Rat des Kreises"
1981 begann die Renovierung des Schlosses
1991 die Außenfassade des Schlosses wird erneuert
1992 der neue Besitzer ist die Landesversicherungsanstalt
1997 das gesamte Anwesen wird an die Schloss- Park- Entwicklungsgesellschaft mbH verkauft
1999 zieht das Alten- und Pflegeheim aus


2000     Die entscheidende Wende zum Erhalt des Schlosses tritt ein!
Die Gemeinde Hohwald erwirbt das Schloss mit der gesamten Anlage - Gründung des Fördervereins
 
In den Folgejahren wird das Schloss vollständig entkernt und weitere bauliche Maßnahmen getroffen
2008 Dachstuhlsanierung und Neueindeckung des Daches
Bergung des Wappenreliefs mit den Wappen der Familien v. Wehse und Ponickau
2010 Der Stadtrat von Neustadt bestätigt das erarbeitete Nutzungs- und Finanzierungskonzept.
Ende November wird mit der Sanierung des Schlosses begonnen
2011 Große Jubileumsfeier im September- 400 Jahre Schloss seit Grundsteinlegung
Grundlegende Sanierungsarbeiten sind abgeschlossen.
Die ersten Mieter ziehen in das restaurierte Gebäude
2012 Im September wird die erste Trauung vollzogen
2012 Im November findet die erste Veranstaltung statt
2013 Geplante Bauarbeiten werden im Sommer abgeschlossen
Der kleine Festsaal wird fertig gestellt und eingeweiht
     
 
 
 


   Ansichten von und nach der Sanierung des Schlosses:

      

      


      



   

   

   


      


      


      


      


 
 
 
 


Auszüge aus der Chronik:

Schloss und Rittergut Burkersdorf, seine Besitzer im Wandel der Zeiten

Als ältestes Adelsgeschlecht war die Familie von Luttitz auf Burkersdorf. Als Vasallen der Berken von der Duba auf Wildenstein und Hohnstein werden diese bereits Anfang des 13. Jahrhunderts genannt.
Kirchner Emil Häntzschel befasste sich eingehend mit diesem Adelsgeschlecht und erläuterte die Vielfalt der Besitztümer in der Lausitz, wo sie ihren Ursprung haben. Es liegt viel Wahrscheinlichkeit dafür vor, dass dieses Geschlecht einen böhmischen, jedenfalls slawischen Ursprung hat. Umfangreich sind die Besitzverhältnisse der Familie von Luttitz und für Burkersdorf werden sie als Rittergutsbesitzer erstmalig im Jahre 1423 genannt und zwar Leuthold von Luttitz. Im Jahre 1555 war nach 130 Jahren Hyronimus von Luttitz der letzte Besitzer dieses Geschlechtes. Bald danach verschwanden die von Luttitz aus Burkersdorf. 1555 überließen Friedrich und Siegmund von Luttitz das Gut an Hyronimus Pflug zu Frauenstein und die von Maltitz zu Elsterwerda. Im selben Monat wird Heinrich von Haugwitz mit Burkersdorf belehnt.
Heinrich von Haugwitz war Bischof von Meißen und erhielt das Gut Burkersdorf durch Heirat mit Ursula von Gersdorf, welche die Witwe des Hyronimus von Luttitz war.
Bereits im Jahre 1564 veräußerte Heinrich von Haugwitz das Gut an Georg Wehse. Diese Familie kommt aus der Gegend von Langensalza, denn der Sohn Hans Georg Wehse wurde 1555 in Langensalza geboren.
Im Jahre 1566 verstarb Georg Wehse und der Sohn Hans Georg, erst 11 Jahre alt und dessen Mutter Esther Wehse geborene von Debben, bewirtschafteten das Gut weiter. Es war wohl zu dieser Zeit nicht zu erahnen welch glänzender Aufstieg Hans Georg bevorstand. Er hat dem Schloss das heutige Gepräge verliehen. Er verstand es in die Gunst der Kurfürsten zu Sachsen zu gelangen. Zeitweise war er Besitzer umliegender Rittergüter in Oberottendorf, Berthelsdorf und Polenz. Zum Gut Burkersdorf gehörten Schönbach und Rugiswalde. In Rugiswalde legte er das Vorwerk an.

Der Brand des Schlosses im Jahre 1584 und der Wiederaufbau im Jahre 1611, so wie wir es heute noch vorfinden, geschah unter Hans Georg Wehse.
Über der Eingangspforte befindet sich das Wappen der Familie Wehse und deren von Ponikau. Es trägt die Jahreszahl 1592 und es ist anzunehmen, dass dieses aus der Altbausubstanz kommend, bei dem Neubau des Schlosses eingepasst wurde. Anna von Ponikau war die erste Frau von Hans Georg Wehse. Sie verstarb 18-jährig an der Geburt ihres Sohnes im Jahre 1579. Dieser Sohn verschied 20-jährig in Italien.


Erwähnenswert ist noch eine Überlieferung aus der Gutsherrenzeit der Martha, Magdalena von Miltitz. Sie forderte ihre Untertanen auf, am Karfreitag zu der am Nachmittag stattfindenden Predigt in die Kirche zu Neustadt zu gehen. Aus diesem Anlass stiftete sie für diese Gedächtnispredigt:
   5 Taler an den, der die Predigt hält
   20 Neugroschen an den Rektor zu Neustadt/Stolpen
   20 Neugroschen an den Kantor
   15 Neugroschen an den Kirchner.

Die Realkosten wurden im Kirchenbuch eingetragen und mit Eröffnung der Grundbuchämter im Jahre 1854 dort übernommen. Die Eintragung in Höhe von 600 RM wurde erst gelöscht im Jahre 1926, wahrscheinlich im Zuge des Kaufes durch die Landesversicherungsanstalt Sachsen.
Dazu liest man im "Sagenbuch der Sächsischen Schweiz":
Eine Sage will wissen, dass sich im Burkersdorfer Schloss ein Poltergeist hören lässt, wenn sich nicht sämtliche Bewohner von dort am Karfreitage zu einer von Martha, Magdalena von Miltitz gestifteten Nachmittagspredigt in der Kirche zu Neustadt begeben.
     
 
Eine Entdeckung unter der Diele - von Manfred Schober - Februar 1974

Das ehemalige Rittergut Langburkersdorf - heute Pflegeheim - nimmt sich nach seiner kürzlich erfolgten Restaurierung von außen recht schmuck aus. Aber nicht nur außen ist es sehenswert. Auch im Inneren birgt es manche Kostbarkeit. Seit langem beachtet und in der kunstgeschichtlichen Literatur verzeichnet ist der kleine gewölbte Raum im Erdgeschoss, dessen Deckengemälde allegorische Darstellungen der vier Jahreszeiten zeigen. Als Sehenswürdigkeit ist auch ein alter Schrank zu nennen, der im Hausflur steht und mit dem Wappen adliger Vorbesitzer bemalt ist. Kürzlich besuchte die Arbeitsgemeinschaft des Sebnitzer Museums das Gebäude, um sich die kunstgeschichtlichen Kostbarkeiten anzusehen....

    

Als man nämlich im vorigen Jahr einen Teil der schadhaften Dielung auf dem Boden erneuerte, kamen darunter eine Anzahl bemalter Bretter zum Vorschein. Die aufmerksame Heimleitung ließ das Gefundene sicherstellen und benachrichtigte das Institut für Denkmalpflege in Dresden. Die herbeigerufenen Fachleute erkannten die bemalten Bretter als Reste einer Kassettendecke aus der Zeit der Renaissance.
Wieso sie hier her gelangten, lässt sich aus der Geschichte dieses ehemaligen Herrenhauses erklären. 1584 war unter Hans Georg von Wehse das Gebäude abgebrannt. Auf den alten Grundmauern errichtete man 1611 einen Neubau. Wehse scheint ein recht wohlhabender Mann gewesen zu sein, dessen Stolz darin bestand, sein neuerbautes Schloss repräsentativ und kunstvoll auszustatten. Der Saal des Hauses erhielt eine hölzerne Kassettendecke, deren einzelne Felder kunstvoll bemalt wurden.....
Etwa 140 Jahre blieb dem Schloss die Renaissanceinnenausstattung erhalten. Es wechselte in dieser Zeit die Besitzer. 1749/50 erfolgte ein Umbau. Es war die Zeit des Rokokos, und man hatte wenig Gefallen an der altmodischen Bemalung. Die alte hölzerne Decke des Saales musste einer neuen weichen. Die bemalten Felder spalteten die Bauleute auseinander, und da das Holz sich noch als gut erwies, fanden die Bretter erneut Verwendung als Einschub für die Stuckdecke....
     
 
 
 


Historische Ansichten


Die folgenden Fotos stammen aus dem Familienerbe der Familie Stieglitz. Angehörige dieser Familie besuchten Langburkersdorf zu den Festtagen im September 2011 und zeigten uns Fotos aus längst vergangenen Zeiten.

   

   

   

   

   

     
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