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  Die Außenanlagen
Das Schloss ist von einem Wallgraben umgeben. In alten Zeiten war Schloss Burkersdorf eine Wasserburg. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts diente dieser Wallgraben zur Hege von Rehen, die in der freien Wildbahn nicht mehr existenzfähig waren. Zwei Brücken führen über diesen Wassergraben zum Schloss. Die steinerne mit Sandsteinsäulen verzierte große Brücke führt an der Westseite über eine weiträumige Terrasse zum Haupteingang und prägt die großzügige Anlage in markanter Weise. Die kleine Brücke war der Zugang für das Dienstpersonal.

    

    

Über der Eingangspforte des Treppenturms findet man die Wappen der Familien Wehse und Ponikau.
Den achteckigen Turm, ein sogenannter Wendelstein in der Architektur genannt, findet man heute nur noch selten, so z.B. am Dresdner Schloss, an der Albrechtsburg in Meißen und in Wittenberg. Sie gehören zum Baustil der italienischen Renaissance.

         

Der Aufgang zum Turmzimmer ist original erhalten geblieben. Das Turmzimmer hatte früher jedoch ein anderes Aussehen und auch eine andere Funktion von der man jedoch nicht viel weis. Die Wandmalerei des Turmzimmers wurde 1975 restauriert. Die Decke besteht aus Fundstücken des oberen Vorsaals, welche als Einschub bei Baumaßnahmen im 18. Jahrhundert verwendet wurden.

         

    

Vom Turmzimmer geht es noch mal über eine Treppenleiter ein Stück nach oben in die Uhrkammer und zu den Glocken. Und wenn im Herbst die Blätter von den Bäumen gefallen sind, hat man einen wunderbaren Ausblick in die nähere Umgebung.

    

Doch nun wieder in das Innere des Schlosses. Im gesamten Schloss findet man Spuren der Vergangenheit. So sind fast in allen Zimmern die Originalverbindungstüren erhalten geblieben. Ebenso gehören Stuckelemente und Kreuzgewölbe dazu. Die stete Umgestaltung im Laufe der Zeit hinterließ ihre Spuren.

    

An den Kreuzgewölben ist zu erkennen, dass später weitere Zimmer eingepasst wurden. Ursprünglich erstreckten sich die Räume neben der Eingangshalle fast über die Hälfte des gesamten Erdgeschosses.
Eine weitere Rarität des Schlosses ist die Kapelle. Die Deckenmalerei eines unbekannten Malers, eine Versinnbildlichung der Vierjahreszeiten, gehört unter anderem dazu.

         

In den oberen Stockwerken befinden sich zwei weitere bemerkenswerte größere Räume. Im braunen Salon und im Nebenzimmer sind alte Kamine erhalten geblieben, und im blauen Salon finden wir einen Bücherschrank und umlaufende Sitzbänke.

         

Im Laufe der vielen Jahre wurde vieles vernichtet, ob es die Auswirkungen des Krieges waren oder die verschiedenen Besitzer dieser Mauern die Veränderungen mit sich brachten.
Dann endlich 2008 wurde das Dach des Schlooses neu gedeckt. Somit wurde dem steten Verfall der Anlage Einhalt geboten.

    

Die Gemäuer wurden vollständig entkernt. Seit November 2010 wird das Schloss grundlegend und dauerhaft saniert.
Nach unserem zünftigem Schlossfest im September sind mittlerweile die ersten Mieter eingezogen.
Derzeit wird im Schloss noch gearbeitet. Aktuelle Bilder folgen demnächst.

Nun aber noch einen Blick in das Gelände des Schlosses.
Vor dem Schloss befindet sich der Park mit altem Baumbestand und Springbrunnen. Umgeben von einer Mauer und dem Eingangsportal, sowie der angrenzenden Scheune, die wir heute als Kulturscheune nutzen. Das schmiedeeiserne Tor und die beiden Adler auf den Steinsäulen am Eingang des Parks kennen wir leider nur noch von Fotos. Ebenso waren ein Forsthaus, die alte Brennerei, Pferde- und Schafställe, Getreidespeicher und andere Lager, Bestandteil der Anlage. Vieles erfuhr große Veränderungen oder konnte nicht mehr erhalten werden, da eine Nutzung und benötigte Gelder nicht vorhanden waren.

    

         

Nun, die alte Brennerei, siehe Foto darüber, mit abgedecktem Dach gibt es so nicht mehr. Da keine Nutzungsmöglichkeiten bestanden, wurde der größte Teil abgerissen und der Rest umgebaut.
Vereinsräume, Künstlergarderobe, sanitäre Einrichtungen sowie Lagerräume fanden Platz.
In den offenen Bögen an der Giebelseite entstanden Wandmalereien, die bäuerliches Leben vergangener Zeiten darstellen. Zudem fanden verschiedene landwirtschaftliche Kleingeräte aus der Hofmühle einen schönen Platz.
Ein gelungener Blickfang bei jedem Besuch im Schlossgelände.

    

    

In diesem Zuge bekam auch die Kulturscheune neue, moderne und einladende Glastore.

    
     
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