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  Die Hofmühle in Langburkersdorf
Zu den weniger bekannten und bisher kaum im Blickfeld der Heimat- und Geschichtsforschung stehenden Mühlen gehört die alte Hofmühle in Langburkersdorf im nördlichen Randgebiet der Sächsischen Schweiz.
Obwohl die Mühlenanlage längst ihre wirtschaftliche Bedeutung verloren hat und inmitten des Dorfes als Mühlenanlage kaum noch zu erkennen ist, zählt sie dennoch zu den Lokalgeschichtlich interessanten Bauwerken.
Zu der älteren Geschichte sind in der einschlägigen Regionalliteratur nur wenige Angaben zu finden. Offensichtlich ist die Entstehung der 1470 urkundlich erstmals erwähnten und 1547 als Ober- oder Hoffe-mühle bezeichneten Anlage eng mit der Geschichte des Langburkersdorfer Rittergutes verbunden.

    

Aus dem Jahre 1721 wurde überliefert, dass die Hoffe Mühle an dem Dorfbach zwei Mahlgänge besitzt.
Bis in das 19. Jahrhundert hinein diente sie als Mahl - und Schneidemühle.

Nach einem Brand von 1871, bei dem auch ein großer Teil des Dorfes zerstört wurde, erfolgte ihr Wiederaufbau in der noch heute bestehenden Form. Ein Lageplan aus dem Jahre 1892 benennt die zu dieser Zeit im Mühlengrundstück bestehenden Bauten: das zweistöckige Wohnhaus mit Schieferdach, das ebenfalls mit Schiefern gedeckte Sägewerk, ein massives Nebengebäude mit Ziegeldach sowie den Bretter- und Klötzerplan.
1892 erfolgte bereits eine Erweiterung des Sägewerkes. In dem Neubau fanden eine Kistenfabrikation sowie eine Holztrocknerei ihren Platz. Eine rege Bautätigkeit folgte in den Jahren 1896, 1899 und 1902. z.B. die Errichtung von Bretter - und Trockenschuppen, die der raschen wirtschaftlichen Entwicklung des Unter-nehmens als "Dampfsäge- Hobelwerk und Kisten - Fabrik" um die Jahrhundertwende entsprach.

Unter dem Mühlenbesitzer Heinrich Gustav Wiesner, der das Anwesen 1855 von seinem Vater übernahm und dessen Familie mehrere Jahrzehnte das Grundstück bewirtschaftete, erhielt das Wohnhaus eine der bürgerlichen Wohnkultur dieser Zeit gemäße repräsentative Ausstattung. Außerdem ließ er in Anlehnung an zeitgenössische Villengrundstücke einen kleinen Park im Vorfeld des Wohngebäudes gestalten.

Noch heute besitzt das nach 1871 erbaute Wohnhaus eine schlichte für das späte 19. Jahrhundert aber typische Form eines Landhauses im Schweizerstiel.
Über dem massiven Erdgeschoss erhebt sich ein teilweise verbrettertes Obergeschoss mit Schmuckfachwerk und Kniestock: dies wird von einem vortragenden Satteldach mit Ziersparren überfangen.
Im Gegensatz zu dem bescheidenen ländlichen Charaker des Äußeren weist das Innere eine ungewöhnliche Historismusausstattung auf, welche vermutlich zwischen 1885 und 1900 entstand. Bestimmend für den Gesamteindruck der Wohnräume sind profilierte und geschnitzte Holzvertäfelungen der Wände. Wandschränke, Supraporten mit Landschaftsdarstellungen und den mit Schnitzereien dekorierten Füllungstüren sowie farbige Bleiverglasungen.
Im sogenannten Herrenzimmer blieb eine alkovenähnliche mit reicher Jugendstilrahmung, eingebauten Bänken, Wandschränken und Konsoltischen erhalten.
Zwei Historienbilder mit der Darstellung eines Landsknechtes und einer jungen Frau in der Kostümierung des 16. Jahrhunderts sind ein besonderer Schmuck dieses Raumes.

         

Trotz der vielfachen Nutzungsänderung der einstigen Mühlenanlage u.a. als Säge - und Hobelwerk, als Betriebsteil der volkseigenen Stielfabrik Ringenhain und als Produktionsstätte für Fenster und Türen, wurde im Wohnhaus das historische Interieur kaum verändert und ist daher als bemerkenswertes Zeugnis des bürgerlichen Wohnens aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu werten.
Hartmut Gräfe, Sebnitz.
     
 
Man könnte sagen - "Die Hofmühle platzt aus den Nähten." Beachtenswert und äußerst erstaunlich ist es, was in der Hofmühle passiert.


Innerhalb der letzten Jahre geschah so einiges in der Hofmühle. Zwei Mitglieder des Vereins nahmen sich dessen an und schafften mit Unterstützung von 2 Rentnern und 2 "1 Euro-Jobern" Ordnung und Struktur in den Räumen, die der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden sollen.

Start für den Aufbau der Austellung war der Frühjahrsputz am 14. April 2007.
Hier wurde zunächst gesichtet was sich im laufe der Jahre bereits an Maschinen, Geräten und anderen Gegenständen schon mit Hilfe anderer Vereinsmitglieder zusammengetragen und gesammelt hatte.
Nicht zu vergessen, in vorhergehenden Jahren gab es schon Ausstellungen in der Hofmühle.

Sei dem 20.Februar 2008 stehen dem Verein auch die Räume der ehem. Wohnung im Gebäude für Ausstellungszwecke zur Verfügung.

Und nun ein kleiner Rundgang dessen, was den Besucher jetzt erwartet


Wie sagt man? Der erste Einblick ist immer der Beste. So sieht es aus wenn man vor dem großen Tor steht. Erst kürzlich erhielt es einen neuen Anstrich.
Im linken Teil sind die verschiedensten landwirtschaftlichen und bäuerlichen Geräte ausgestellt. Leider kann dieser Teil zur Zeit aus sicherheitstechnischen Gründen nicht betreten werden.

   

   

Hinter dem großen Tor werden die meisten Besucher und Gäste empfangen und bei Veranstaltungen bewirtet.

       

Im Erdgeschoß des ehemahligen Wohnhauses: unsere Küche

         

Das sonnige Schlafzimmer

   

Das beliebte Schulzimmer in dem gelegentlich noch unterrichtet wird !

   

Einblicke ins Wohnzimmer in dem es immer was zu entdecken gibt

   

Im Obergeschoß befinden sich: die Ausstellung "Fenster in die Vergangenheit"

   

Das Spielzimmer

   

Die Schusterwerkstatt und "Moderne Technik" aus alten Zeiten

   

Neu in der Entstehung, das Kunstblumenzimmer

   


Wir hoffen Sie sind neugierig geworden! Denn das alles, ist nur ein Bruchteil von dem was man entdecken kann.


PS: Unter uns gesagt! In all den zahlreichen und ebenso verschiedenen Ausstellungen und Veranstaltungen entdeckten auch wir etwas: Viele Stammgäste und auch fremde Gesichter. Wir freuen uns natürlich auf Sie und versichern Ihnen, es wird nicht langweilig.

Bis bald!

Das Team der Hofmühle und seine fleißigen Helfer.


Termine für Veranstaltungen entnehmen Sie bitte dem Link "Veranstaltungen"
     
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